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25. VOO Superbiker Mettet / Supermoto Megaspektakel

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Jubiläum beim größten Supermoto-Event der Welt

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Seit 1987 ist das Superbiker Event im belgischen Mettet das alljährliche Saison-Highlight für die Fans dieses spektakulären Sports. Mit  jeder Ausgabe steigerte sich die Beliebtheit der Veranstaltung bei den Zuschauern und den Aktiven gleichermaßen. Besonders reizvoll an diesem Wettbewerb ist, dass hier Könner aus unterschiedlichen Welten des Motorrad-Rennsports aufeinander treffen um herauszufinden, wer denn nun wirklich der Beste ist.

Eine tolle Atmosphäre, eine anspruchsvolle Streckenführung, volle Tribunen und viel Prestige, sollte tatsächlich ein Sieg, womöglich sogar im Superbiker-Finale, gelingen, locken regelmäßig neben hunderten Amateurpiloten auch viele Top-Akteure aus der WM in die Wallonie. Freilich sind es meist die Offroad-Spezialisten, die am Ende des Tages ganz oben auf dem Treppchen stehen, sind sie doch den reinen Straßenrennfahrern gegenüber im Vorteil, die ja das Jahr über bestenfalls zu Trainingszwecken ins Gelände gehen. Nichts desto trotz zeigen sie beim Superbiker stets jede Menge Einsatz, sorgen für eine gute Show und sind auch oft durchaus konkurrenzfähig. Mehr als nur konkurrenzfähig war in der Geschichte des Superbiker der Franzose Stéphane Chambon. Der Supersport-Weltmeister konnte nicht weniger als 5 mal die begehrte Trophäe einheimsen und trägt seitdem den inoffiziellen Titel „Petit Prince de Mettet“. Er und fast alle anderen Gewinner des Superbiker der letzten 25 Jahre waren dieses Jahr wieder angereist und wurden im Rahmen einer Präsentation nochmals geehrt. Und da sie nun einmal da waren, ließen es sich die meisten von ihnen nicht nehmen, auch an den Rennen teilzunehmen. Wie u.a. die beiden deutschen Mettet-Sieger Jürgen Künzel (2000+2001) und der 2-fache Supermoto Weltmeister Bernd Hiemer (2005), der ja mittlerweile die Seiten gewechselt hat und in den Straßenrennsport umgestiegen ist, er fährt in 2011 auf MZ in der spanischen Moto2 Meisterschaft.

superbiker-mettet-2011-no-075 Unter den Ehrengästen der Jubiläumsveranstaltung waren auch der amerikanische MX-Held Broc Glover, Mitglied in der AMA Motorcycle Hall of Fame und Sieger in Mettet 1989, sowie der erste Gewinner der Superbiker-Trophäe überhaupt, der belgische Ex-Motocross-Weltmeister Georges Jobé. Über sein Erscheinen an der Rennstrecke freute man sich besonders, war es doch keine Selbstverständlichkeit, dass er hier auf eigenen Beinen umher laufen konnte. Nach einem Unfall im Jahr 2007 zunächst gelähmt, hatten ihm die Ärzte keinerlei Hoffnung gemacht, jemals wieder aus dem Rollstuhl zu kommen. Mit unglaublichem Willen und eisenhartem Training schaffte der 5-fache Weltmeister dennoch, was unmöglich schien. Für ihn ein Sieg, der alle Rennerfolge seiner Karriere in den Schatten stellt.

 

Reichlich Nervenkitzel gab es für die trotz der wirklich üblen Witterung zahlreich angereisten Zuschauer nicht nur während der zahlreichen Ausscheidungs- und Finalläufe der Supermoto-Konkurrenten. Der geniale Chris Pfeiffer sorgte mit seiner Stuntshow mal wieder für Begeisterung und ungläubiges Staunen. Wenn er auf seine BMW klettert, scheint auf unerklärliche Weise die Physik ausser Kraft gesetzt. Das ist Fahrzeugbeherrschung jenseits des Vorstellbaren!

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Ein vorzeitiges Ende gab es bei der beliebten Freestyle Cross Vorführung: Nachdem ein Mitglied der Truppe bei der Landung auf der regennassen Rampe abrutschte und zu Fall kam, sich dabei aber gottlob nicht ernsthaft verletzte, wurde die Show um Superstar Mat Rebaud sofort abgebrochen, um womöglich folgenschwerere Stürze zu verhindern.

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Bevor es dann auf der Rennstrecke mit den Entscheidungsläufen richtig ernst wurde, wurde die Start-Ziel Gerade noch zum Dragstrip für ein Quad und einem Tretroller (!!) mit Jet-Triebwerk. Und ein echter Dakar-Rallye Buggie chauffierte ausgesuchte Promis um den Kurs.
Apropos Kurs. Der seit dem Debut-Rennen auf dem Terrain des neuen Circuit Jules Tacheny umgebaute Superbiker-Parcours fand nicht die ungeteilte Zustimmung aller Piloten. Der letztjährige Sieger und frisch gebackene Supermoto IDM Champion Mauno Hermunen meinte jedenfalls, der „alte“ Kurs hätte ihm besser gefallen, aber er käme durchaus mit dem Neuen auch zurecht. Was er ja im Laufe des Wochenendes eindrucksvoll unter Beweis stellte. Generell hat die Strecke mit anspruchsvolleren Offroad Sektoren und den darin enthaltenen Sprunghügeln einen Motocross artigen Charakter, der den Spezialisten dieser Kategorie entgegen kommen dürfte. Dazu kam natürlich an diesem Wochenende der viele Regen, der einige Passagen zusätzlich erschwerte und die Asphaltabschnitte gehörig „einseifte“. Harte Zeiten also für Straßen-Spezis, die allerdings dieses Jahr sowieso in der Minderheit waren. Prominenter Vertreter dieser Fraktion war der US-Boy Ben Bostrom, ehemals Ducati Superbike Werksfahrer. Er war mit mit einem Trupp von Landsleuten im Gefolge nach Mettet gekommen, unter ihnen seine Bruder Eric, Jeff Ward, Ron Lechien, Micky Dymond und der AMA Supersport Nachwuchsmann Tommy Aquino. Der war bei der Ankunft an der Rennstrecke ganz aus dem Häuschen und meinte, dass sei die tollste Strecke, die er je gesehen hätte. Schade, dass die saumässige Witterung im Laufe des Wochenendes dem Ami vermutlich etwas von seiner Euphorie genommen hat. Wie schon gesagt, es war für alle Akteure wahrlich nicht einfach und dem entsprechend tat sich die US-Fraktion unter den europäischen Schlechtwetter erprobten Spezialisten auch relativ schwer. Aber sie hatten sichtlich Spaß an dem Event, schlugen sich tapfer bis zum Ende durch und wußten wohl, was sie den Zuschauern schuldig waren, die schließlich auch den ganzen Tag im Regen standen.

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Verletzungsbedingt nicht starten konnte leider der belgische Nationalheld und 10-fache Weltmeister Stefan Everts, der seinen „Ruhestand" für dieses eine Event unterbrechen wollte. Auch das französische MX-As Mikael Pichon, sonst in Mettet immer vorne dabei, suchte man vergebens in der Startaufstellung. Auch ihn hinderte eine Verletzung an der Teilnahme.

Dennoch konnte der RUMSEM Mettet wieder hervorragend besetzte Teilnehmerfelder präsentieren.

Mal wieder eine Klasse für sich war auch 2011 in Mettet wieder Mauno Hermunen. Hatte er sich in der Trainingsläufen noch ein wenig zurückgenommen, war in den Rennläufen kein Kraut gegen den Finnen gewachsen. „Le petit diable finlandais“, der „kleine finnischeTeufel“ (so genannt von einem einheimischen Berichterstatter) siegte locker im Supermoto-Finale vor einem sehr gut aufgelegten Sylvain Bidart und dem amtierenden Weltmeister Thomas Chareyre.

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Im Starbiker Rennen trumpfte der junge Franzose Romain Febvre groß auf. Mit satten elf Sekunden Vorsprung ließ er eine ganze Meute von Cross-Profis hinter sich, angeführt von Cedric „Melotski“ Melotte, Sven Breugelmans und Xavier Boog.
Überhaupt war Febvre in guter Form und hoch motiviert. Hermunen sah ihn auch als Hauptgefahr für das große Superbiker-Finale. Doch hier ging der Franzose etwas zu wild ans Werk. Gleich nach dem Start presste er sich am Finnen vorbei, um sich sogleich das erste mal auf dem glitschigen Untergrund nieder zu legen. Er rappelte sich aber blitzschnell wieder auf, um im Verlauf einer furiosen Aufholjagd seine Honda nochmal wegzuschmeißen. Wieder im Sattel, erkämpfte er sich dann unter vollem Einsatz mit dem dritten Rang noch einen Platz auf dem Treppchen, vor Bidart und Thomas Chareyre. Mauno Hermunen kam von allen mit den schwierigen Verhältnissen am besten zurecht und stand am Ende wieder als strahlender Sieger auf dem höchsten Podestplatz.

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Auch wenn Romain Febvre nach seinen beiden Stürzen im Finale einen leicht geknickten Eindruck machte. Eins dürfte klar sein: Wenn vom 19.-22. Oktober 2012 das 26. VOO Superbiker-Meeting in Mettet stattfindet, wird er wieder dabei sein. Und dann wird er sicher im Sattel bleiben und versuchen zu verhindern, dass der fliegende Finne Hermunen den Hattrick schafft!

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Mehr Fotos vom Event gibt es in der Motoclix Fotogalerie

 

 




Und hier die Ergebnisse vom 25. VOO Superbiker Mettet 2011:

Supermoto Finale:

 1. Hermunen, Mauno (FIN)
2. Bidart, Sylvain (F)
3. Chareyre, Thomas (F)
4. Scheiwiller, Cyrill (CH)
5. Voorwinden, Maik (NL)
6. Ravaglia, Christian (I)
7. Deridder, Lionel (B)
8. Müller, Dani (CH)
9. Soyeurt, Sébastien (B)
10. Fraikin, Marc (B)

14. Künzel, Jürgen (D)

 

Starbiker Finale

1. Febvre, Romain (F)
2. Melotte, Cédric (B)
3. Breugelmans, Sven (B)
4. Boog, Xavier (F)
5. Smeets, Joel (B)
6. De Dijcker, Ken (B)
7. Demaria, Yves (F)
8. Ward, Jeff (USA)
9. Bostrom, Ben (USA)
10. Bartolini, Andrea (I) 


Superbiker Finale

1. Hermunen, Mauno (FIN)
2. Tortelli, Sébastien (F)
3. Febvre, Romain (F)
4. Bidart, Sylvain (F)
5. Chareyre, Thomas (F)
6. Fraikin, Marc (B)
7. Van Druinen, Marcel (NL)
8. Lazzarini, Ivan (I)
9. Petard, Eddy (F)
10. Delepine, Gerald (B)

18. Hiemer, Bernd (D)
26. Künzel, Jürgen (D)

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