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6 Heures Moto Spa-Francorchamps / 6 Hours of Spa 2011

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Erneuter Erfolg von Continental Racing mit BMW 1000 RR – schwerer Sturz von Werner Daemen – Fastré und de Cooremeter holen vorzeitig den Titel 

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Zum zweiten Mal in Folge konnte das Continental Racing Team mit belgisch/niederländischer Besetzung, bestehend aus Jo Huyskens, Arie Vos sowie, erstmals in dieser Jahr, William Hommersom auf BMW 1000 RR das zur Bmec zählende Endurance Rennen in Spa-Francorchamps für sich entscheiden.

(Fotos Spa 6 Heures online now here)

 

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Wie schon den gesamten sog. „Sommer“ hatte der Wettergott für dieses Wochenende nichts Gutes im Sinn: nach einem verregneten Freitag, sah es am Samstagmorgen noch nicht viel besser aus. Zwar hörte es vormittags erstmal auf zu regnen und bis zur Mittagszeit trocknete die Strecke ab. Pünktlich zur Startprozedur brach sogar ganz kurz die Sonne durch die bedrohlich dunklen Wolken, aber noch bevor die 69 Maschinen nach dem wie immer elektrisierenden LeMans Start zum ersten Mal bei La Source abbogen, war eigentlich schon klar, das der Regen wiederkommen würde.

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Apropos La Source: Unglücklicherweise erwischte es einen Top-Runner gleich nach dem Start. Michael Weynands griff beim Anbremsen der Haarnadel quasi ins Leere, mußte erst mal pumpen und war, wie er nachher zu Protokoll gab „etwas spät dran“, ging mitten im Getümmel zu Boden und war froh, dass er Greg Fastré nicht mitgerissen hat. Für Weynand ist damit leider die Saison vorzeitig beendet. Seine bei dem Crash gebrochene Hand muß in der Woche nach dem Rennen operiert werden. Nina Prinz übernahm zwar die Campus-Francorchamps R1, gab aber bald auf, als sich herausstellte, das Weynand nicht mehr würde fahren können.

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Schon vor dem Start zu Ende war leider das Rennen für Werner Daemen. Zum Schluß des Freitagstrainings bemerkte er beim Anbremsen der schnellen bergab Doppel-Links einen Defekt an der Bremsanlage. Um nicht ungebremst und stumpf in die Streckenbegrenzung einzuschlagen, ist er bei hohem Tempo von seiner Motorsportschool-Zolder-BMW abgesprungen, wonach es ihn heftig über die asphaltierten Sturzzone gewirbelt hat, wo er schwerverletzt liegenblieb. Nach anfänglich schlimmen Befürchtungen, kam später aus dem Hospital von Verviers eine vorsichtige Entwarnung. Zwar schwere Verletzungen, aber keine Lebensgefahr. Unter anderem Bruch des Unterarmes, dreier Rippen sowie Bruch des 7. Lendenwirbels und ein beschädigtes Knie. Gott sei Dank hat er auch keine Lähmungserscheinungen und hofft, rechtzeitig wieder hergestellt zu sein, um noch in dieser Saison wieder in der Endurance-WM an den Start gehen zu können.
Stichwort Endurance-WM: wenn alles läuft wie geplant, wird man in Spa in nicht allzu ferner Zukunft auch wieder um WM-Punkte kämpfen. Olivier Aerts, verantwortlich für die Organisation des 6 Heures de Spa, machte Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der legendären 24 Stunden Rennen auf dem traditionsträchtigen Kurs in den Ardennen.

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Wir erwartet härtester Widersacher der Continental Racing Truppe war in diesem Jahr das Herpigny-Team mit 'Fast' Gregory Fastré, dem frischgebackenen belgischen Superbike-Champion und dem jungen Lütticher Guy de Cooremeter – ebenfalls auf BMW 1000 RR. Nach einem spannenden Kampf belegten sie am Ende der 6 Stunden den zweiten Platz mit lediglich 44 Sekunden Rückstand. Nachdem sie in der Anfangsphase einen ausserplanmäßigen Stop wegen eines geplatzten Wasserschlauches einlegen mußten, was sie vorübergehend die gleich nach dem Start übernommene Führung gekostet hatte, konnte Fastré bald den ersten Platz zurückerobern und einen zunächst komfortabel erscheinenden Vorsprung herausfahren. Sein Teamkollege de Cooremeter mußte aber gegen Rennende nochmal mit überhitzendem Motor an die Boxen. Die Entscheidung fiel, als der pfeilschnelle Arie Vos dann noch im richtigen Moment bei abtrocknender Ideallinie auf Slicks gewechselt hat, während die Herpigny-BMW noch auf Regenreifen unterwegs war. Da konnte auch ein Fastré in Topform nicht mehr gegenhalten. Der zweite Platz reichte aber aus, um der Equipe um Gaetan Herpigny schon vor dem letzten Lauf in Zolder den Meistertitel in der Bmec zu sichern. Gratulation!

Für das Team DG Sport, das ja bekanntermaßen in diesem Jahr im Endurance-Weltcup an den Start geht, waren die 6 Heures de Spa ein willkommener Probegalopp für die noch bevorstehenden 24 Stunden von Le Mans. Olivier Depoorter (nach seinem Unfall beim WM-Lauf in Albacete wieder fit) und der Franzose Antonio Dos Santos hielten sich bis kurz vor Rennende in aussichtsreicher Position unter den Top Ten, als die Yamaha R1 einen Getriebeschaden ereilte, der die Mannschaft zur Aufgabe zwang. Immerhin hat man wieder wertvolle Erfahrungen Sammeln können, die für ein gutes Abschneiden in Frankreich von Vorteil sein könnten.

 

 

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Die weiteren Ergebnisse der 6 Heures de Spa:

3. Deschouwer Racing – Eric van Bael / Tommy Deschouer (Yamaha R1)
4. Team 84 – Ben Bollen / Wim van den Broeck (Yamaha, Sieger 600 ccm)
5. City 2 Roues-Race Styling – Marc Fissette / Michel Xavier (Suzuki)
6. Team Bike Design Benelux – Rafael Sinke / Nicky de Witt (Kawasaki)
7.GM-Motoracing – Manuel Benali / Arnaud De Kimpe / Vincent Lonbois (Kawasaki)
8. Hautekiet Racing – Nico Hautekiet / Laurent Hoffman / Randy Brandt (Kawasaki)
9. Team Honda Louis Wuyts – Louis Wuyts / Michael Renerte / Günther Kindermann (Honda)
10. Racing Team Julin Moto – Serge Julin / Michael Troiano (Yamaha)

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